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Naomi T. Salmon | NO!art involvement <<< | >>>
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ISLAMISCHE WELTEN

Die ifa-Galerie Berlin zeigt in der Reihe "Islamische Welten":
Vom roten Stern zur blauen Kuppel - Kunst und Architektur aus Zentralasien

 ifa-Galerie | 10115 Berlin-Mitte | Linienstr. 139/140 | 26.3. – 30.5.2004

PRESSEINFORMATION: Die Ausstellung "Vom roten Stern zur blauen Kuppel – Kunst und Architektur aus Zentralasien" ist eine der Ausstellungen der Reihe "Islamische Welten", die sich der Kunst und Kultur der islamischen Welt widmen. Es ist unser Anliegen, den Dialog zwischen der Europäischen und islamischen Welt zu fördern, zu informieren und für mehr gegenseitige Toleranz und Anerkennung zu werben. Die Ausstellung zeigt zeitgenössische Kunst und Architektur aus Zentralasien im Spektrum von Tradition und Moderne und gibt einen Eindruck von den gewaltigen Veränderungen, die sich im vergangenen Jahrzehnt in dieser Region vollzogen haben. Seit der Unabhängigkeit des ehemaligen "sowjetischen Orients" ist eine junge Künstlergeneration herangewachsen, die sich in ihren Arbeiten Fragen der neuen Religiosität sowie der Re-Islamisierung der Gesellschaft und ihren Auswirkungen auf das Leben der Menschen widmet. Fragen der Tradition, Religion, des modernen Lebens und der Emanzipation der Frau stehen im Mittelpunkt der künstlerischen Reflexionen von Künstlerinnen und Künstlern wie Said Atabekov, Zitta Sultanbaeva & Ablikim Akmullaev, Marina Lyubaskina, Galim & Zauresch Madanov, Erbol Meldibekov, Almagul Menlibaeva, Naomi Tereza Salmon sowie Elena & Victor Vorobyev. Sie verwenden Installationen, Fotografien und Videos, mit denen sie ihren Intentionen Ausdruck verleihen.

Die Rückbesinnung auf alte, islamische Traditionen und die damit verbundene Identitätssuche wird im Alltag vor allem auch in der neuen Architektur des ehemals "sowjetischen Orients" sichtbar. In zahlreichen Bauten, die seit 1991 in den Staaten Usbekistan, Kasachstan, Kirgistan, Turkmenistan und Tadschikistan entstanden sind, wechseln neohistorisierende Baustile und globalisierte Architektur-Moden einander ab.

Die Ausstellung zeigt neben Kunstwerken aus jüngster Zeit auch eine vergleichende Übersicht von etwa 50 Projekten zeitgenössischer Architektur in Zentralasien. Sie belegt aber auch, dass Islam und Tradition bereits während der Sowjetzeit eine zentrale Bedeutung in der architektonischen Gestaltung hatten. Es werden erstmals Entwurfszeichnungen von Nikolai Sharskij zu sehen sein, der ab den späten Sechzigerjahren bis in die Achtzigerjahre zusammen mit seinen Brüdern Piotr und Alexander entscheidenden Einfluss auf die Fassadengestaltungen in den zentralasiatischen Sowjetrepubliken hatte und in einzigartiger Weise Traditionen islamischer Ornamentik mit der Formenwelt der Kunst des 20. Jahrhunderts und der Ikonografie der Sowjetgesellschaft verband. Diese Entwürfe, die noch nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, bilden in der Ausstellung das Bindeglied zwischen Architektur und Kunst, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Kuratoren: Dr. Barbara Barsch, ifa-Galerie Berlin; Philipp Meuser, Meuser Architekten BDA, Berlin
Der Katalog mit 96 Seiten und zahlreichen Abbildungen kostet 9 Euro.
ifa-Galerie Berlin, Linienstraße 139/140, D-10115 Berlin
Pressegespräch: Donnerstag, 25. März 2004, 11 Uhr
Er Öffnung: Donnerstag, 25. März 2004, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 14 – 19 Uhr
Veranstaltungen:
Freitag, 26. März 2004, 17 Uhr, Führung durch die Ausstellung mit den Kuratoren der Ausstellung und den Künstler/Innen
Donnerstag, 1. April 2004, 17.30 – 20 Uhr. "Ornament und Serie. Zentralasiatischer Massenwohnungsbau zwischen Tradition und Normerfüllung", - Podiumsdiskussion mit Nikolai Sharskij, Architekt und Künstler, Taschkent; Julia Sorokina, Künstlerin und Kuratorin, Almaty; Tobias Nöfer, Architekt, Berlin und Bart Goldhoorn, Chef-Redakteur der Architekturzeitschrift Projekt Rossija, Moskau / Amsterdam. - Moderation: Philipp Meuser, Architekt und Co-Kurator der Ausstellung, Berlin

© www.no-art.info/salmon/shows/de/2004_berlin.html