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I N I T I A T O R E N :  BORIS LURIE  STANLEY FISHER  SAM GOODMAN

FRONT–OST: DIETMAR KIRVES  +  FRONT–WEST: CLAYTON PATTERSON 

INVOLVIERTE KÜNSTLER:
ARMENTO, Rocco
ARONOVICI, Isser
BAJ, Enrico
BARATELLA, Paolo
BROWN, Herb
BRUNET, Ronaldo
BRUNO S.
BRUS, Günter
CHORBADZHIEV, Krum
D'ARCANGELO, Allan
DE RUVO, Frederica
DAYEN, Aleksey
EHM-MARKS, Frank
ERRO
FABRICIUS, Klaus
GATEWOOD, Charles
GEORGES, Paul
GERZ, Jochen
GILLESPIE, Dorothy
GILMAN, Esther
GOLDMAN, Amikam
GOLUB, Leon
HALLMANN, Blalla W.
HJULER, Detlev
KAPROW, Allan
KUSAMA, Yayoi
KUZMINSKY, Konstantin K.
LEBEL, Jean-Jacques
LEVITT, Martin
LONG, Suzanne
MAMA BAER
MASTRANGELO, Enzo
MEAD, Stu
MESECK, Peter
PICARD, Lil
PINCHEVSKY, Leonid
RAMSAUER, Birgit
RANCILLAC, Bernard
ROUSSEL, Brigitte
SALMON, Naomi T.
SCHEIBNER, Reinhard
SCHLEINSTEIN, Bruno
STAHLBERG, Dominik
STUART, Michelle
TAMBELLINI, Aldo
TOBOCMAN, Seth
TOCHE, Jean
TSUCHIYA, Toyo
VOSTELL, Wolf
WALL, Friedrich
WOLF, Mathilda
WOOD, Harriet
WOYTASIK, Natalia E.
ZOWNIR, Miron
NO!artist die strategische Kreuzung, auf der sich künstlerische Produktion und gesellschaftlich-kulturelle Aktion begegnen. Ziel der NO!art ist der völlig unbehinderte Selbstausdruck durch die Kunst, die in ein gesellschaftliches Engagement einfliesst. — Boris Lurie
KUNST IST KEIN SPIEGEL,der die Welt abbildet, sondern ein Hammer, der die Welt formt. — Vladimir Mayakovsky
INDEMer in die Vergangenheit zurückkehrte, . . . erwarb er genug Sicherheit, um dem Chaos der Zukunft zu begegnen. — T.S. Eliot
DIE NEUE SPRACHEder Kunst ist nicht die allumfassende Sprache des Establishments, sondern die Meta-Sprache der totalen Verneinung; eine Verneinung, die sogar über revolutionäre Aktion hinausgeht. Kunst muss jenseits des Establishments sein – sogar des revolutionären Establishments – muss eine Sprache der Opposition, des Widerstandes und des Protestes sein. — Herbert Marcuse
DER PREIS FÜR DIE KOLLABORATION IN DER KUNSTist – wie in den Konzentrationslagern –, dass man im Exkrement erstickt. Nicht durch Nachgeben, Distanz, Kalt-Bleiben, Passivität oder durch Langweile entsteht grosse Kunst – was immer uns die Zyniker erzählen –, sondern die geheimnisvolle Zutat ist etwas, was man schwer erlernen kann, nämlich Mut. — Boris Lurie
Die NO!art lässt sich nicht auf einen bestimmten Zeitraum begrenzen,wofür sich allerdings die Kunsthistoriker einsetzen und sie mit 1964 als beendet ansehen. Begonnen auch schon vor 1958 entwickelte sich die Bewegung immer weiter. Solche Cutting-off-Dates sind bei Kunsthistorikern üblich, um sie in Katalogen zu manifestieren und die Werke für die Kommerzialisierung im Wert zu steigern. Diese Begrenzungen wirken vor allem zerstörerisch auf die Produktion der Künstler, die dadurch davon überzeugt werden sollen, dass ihre Produktion nach einem Cutting-off-Date von zweitrangiger Wichtigkeit ist und nicht länger in die ‚heutige Zeit’ gehört.  —   Boris Lurie, 2003
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