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 VIDEO & FILM

VIDEO-INDEX
SHOAH & PIN-UPS 2006
INFO
PRESSE
BLOG

NO!art ist der strategische
Punkt, auf dem sich
künstlerische Produktion
und gesellschaftliche
Aktion begegnen.
Zielscheiben der
NO!art sind vor allem die
scheinheilige Intelligenzia
und die profitorientierte
Manipulation der Kultur.
Ziel der NO!art ist deshalb
der völlig unbehinderte
Selbstausdruck in der
Kunst, die ein soziales
Engagement miteinbezieht.
send mail
www.no-art.info
IMPRESSUM

SHOAH und PIN-UPS Der NO!-Artist Boris Lurie, 2006

Ein Film von Reinhild Dettmer-Finke
in Zusammenarbeit mit Matthias Reichelt und WDR/defi-filmproduktion

2006. 88 min, DV cam, Dolby, www.defi-filmproduktion.de
Kamera: Rainer Hoffmann, Ton und Schnitt: Mike Schlömer, Komposition/Bass: Dieter Ilg
Sounddesign: Martin Langenbach, Redaktion: Sabine Rollberg

LolitaBoris Lurie in seiner WohnungBoris Lurie im StudioBoris Lurie mit dem NO-BagBoris Lurie AufnahmeBoris Lurie und Charly RehwinkelWerk von Boris LurieBoris Lurie als JugendlicherBoris Lurie mit seinem Schäferhund

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Lurie war Mitbegründer der New Yorker NO!art-Bewegung, die in den späten 50ern als Gegenspielerin zum Abstrakten Expressionismus und zur aufkommenden Pop-Art entstand. Seine provokativ-extremen Arbeiten loten die Niederungen menschlicher Existenz aus. Sie verweigern sich dem Kunstmarkt. Seine Kunst und Literatur sind Ausdruck der am eigenen Leib erfahrenen Shoah: Kindheit in einer deutschsprachigen jüdischen Familie in Riga. Jugend im Rigaer Getto und in drei KZs. Seit 1946 in New York ansässig. Börsenspekulant und Kommunist. Weltbürger und Heimatloser. Mit Sehnsucht nach europäischer Kultur.

„Meine Sympathie ist mit der Maus, doch ich füttere die Katze“. Lurie, 2001

Seit über einem halben Jahrhundert sammelt Lurie Erinnerungen und Zeugnisse der Zeit. Seine Wohnung ist zu einem faszinierenden Gesamtkunstwerk geworden, in dem er lebt, aus dem er aber auch nicht entkommen kann. Seine höhlenartige „Wohncollage“ ist der Ausgangspunkt unserer filmischen Spurensuche durch sein bewegtes Leben; eine Reise durch das letzte Jahrhundert und seine großen existentiellen Fragen. Ein höchst europäischer Film!

„Hier in New York ist es anders als in den Buchen Wäldchen.“ Lurie, 1955

Ein Film über Heimatverlust, Traumabewältigung und Schuld. Ein Film über einen Menschen, der sich immer wieder an seiner Geschichte abarbeiten muss.

„Du glaubst, mein Freund, mein Menschenfresserfreund, das, was gewesen, ist nicht mehr? ... Was ist geschehen und gewesen, das verschwindet nie.“ Lurie, 1985


Vorführungstermine:

 11. Februar 2007, 11:00h —  Apollo I im Friedrichsbau, Kaiser-Joseph-Str. 268-70, 79098 Freiburg
 21. Februar 2007, 19:30h — Hunter College, Room 1527, 695 Park Avenu at 68th Street, New York
 22. Februar 2007, 19:30h — Makor /Steinhardt Center, 35 West 67th Street, New York
 23. Februar 2007, 19:30h — Anthology Film Archives, 32 Second Ave at Second Street, New York
 25. Februar 2007, 11:30h — Friedrichsbau-Lichtspiele, Kaiser-Joseph-Str. 268-70, 79098 Freiburg
 4. März 2007, 11:30h — Friedrichsbau-Lichtspiele, Kaiser-Joseph-Str. 268-70, 79098 Freiburg
 5. -18. April 2007, 20:00h — Eiszeit-Kino, Berlin, Zeughofstr. 20, 10997 Berlin
 17. April 2007, 19:00h — 3001 Kino, Schanzenstrasse 75 (im Hof), 20357 Hamburg
 8. Juni 2007, 21:15h — arte TV